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Du wirst es kaum glauben, nein nicht für möglich halten, aber du befindest dich gerade jetzt, mitten auf einem virtuellen Friedhof und stehst vor deinem eigenen Grab, in dem jetzt ein unbekannter, Fremder begraben liegt. Ich habe dir diese Schriften geweiht, genau so wie sie hier vor die stehen, sie eingraviert, in meinem Grabstein. Damit du erkennst, wer du bist, wer du einmal warst, und wer du nie wieder sein wirst, dich selbst. Sieh dich jetzt in aller Ruhe, bei mir Zuhause um, lauf ein paar Schritte durch den Korridor, und stell dir dabei vor, wie du einen dieser Spiegel betrachtest und er dich. Du ihn öffnest und darin für immer verschwindest, und wenn du dann auf der anderen Seite ankommst, befindest du dich nicht mehr in meiner, sondern in deiner Welt, du blickst dann nicht mehr in meinen, sondern in deinen Spiegel. Und auf deinem Spiegel stehen jetzt dieselben Buchstaben, dieselben Worte wie auf meinem. Wenn du in einen dieser Spiegel blickst und die Buchstaben darin anzustarren beginnst. Ziehen sie dich tief hinein, in meinen Verstand, und zeigen dir, wer ich einmal war. Willkommen in meiner Gruft.

Die Zeit steht still, meine Zukunft wird zur deiner Vergangenheit, keiner rührt sich mehr, niemand verlässt den Saal, keiner fasst hier noch etwas an. Niemand ausser mir. Meine Gedanken bewegen sich jetzt nicht mehr, sind eingefroren, aber ich kämpfe, ich kämpfe mich weiter, durch diesen Spiegel aus Worten, es muss einen Weg geben, um diesen Fluss wieder in Bewegung zu bringen.

Ich stehe jetzt vor einem leeren Spiegel aus Worten, Buchstaben aus der Fantasie des nie, fressen sich in meinen Verstand und lassen nicht mehr von mir los. Gedanken manifestierten sich vor meinen Augen, ich folge ihnen, in gebührendem Abstand. Mein Worte werden zu Schritten, sie führen mich ans Ende der Welt, mit jedem Schritt komme ich der Brücke näher. Die Sonne steht mir bereits tief im Gesicht, aber noch weist sie mir den Weg, hin zur Brücke. Ich bin mir nicht sicher wohin sie mich führen wird, aber ich will mein Ziel erreichen. Ich kämpfe weiter auch wenn ich oft aufgeben will. Es ist nicht mehr weit, es kann nicht mehr weit sein. Nur noch ein paar Zeilen, ein paar Sätze, ein paar Buchstaben, ein paar Worte, und da bin ich, am Ende der Welt.

Am Ende der Welt.

Vor mir die Buchstabenbrücke, die mich sicher über diesen Abgrund geleitet, hinter mir meine Vergangenheit, Wo will ich eigentlich hin? Ich weiß es nicht … wer bin ich? Ich weiss es nicht mehr, die Brücke reisst ab, ich bin verloren, ich falle, und während ich falle dämmert es mir, ich bin die Buchstabenbrücke, ich will wieder zurück, zurück zum Abgrund, aber es gibt kein zurück. Der Abgrund, existiert nicht mehr, hat sich aufgelöst, vor meinen Augen, ich schreite jetzt sicher über meine Brücke aus Worten, sie trägt mich weiter, und während ich voranschreite, löst sie sich auf, und ich stehe wieder vor dem Abgrund. Vor mir ein Meer aus unsichtbaren Buchstaben, die nur darauf warten, gedacht, geschrieben und gelesen zu werden.

Der Gedanke.

Kennt jemand von euch den aller letzten Gedanken eines Sterbenden? Hat schon irgend jemand, irgendwann einmal, irgend etwas davon erfahren oder darüber gehört? Wenn nicht, dann bitte ich euch jetzt, zu schweigen.

Stummes, langes, stilles Schweigen.

Totenstille.

Dann macht euch jetzt auf etwas gefasst, ich erzähle euch jetzt nämlich von meinem letzten Gedanken, einem Gedanken der so streng bewacht wird, dass überhaupt noch nie jemand von euch auf die unmögliche Idee gekommen ist, mir etwas darüber zu berichten oder davon zu erzählen. Ich erzähle euch von den Gedanken der Toten, Gedanken die es in Wirklichkeit, überhaupt nicht mehr gibt. Ich erzähle euch davon, wie es ist und wie es sich anfühlt, zu sterben.

Wenn wir sterben, verwandelt sich unser Bewusstsein, davon wer wir sind, in das Bewusstsein darüber, wer wir einmal waren. Wir denken zurück an das Leben das wir einmal gelebt haben, wir betrachten dabei jede einzelne Sequenz, wir halten den Moment fest, in dem wir sterben, und dann, betreten wir, unendlich langsam, das Reich der Toten, unser Herz hört auf zu schlagen, unser Bewusstsein erlischt langsam, es wird dunkel aber bevor es erlischt, halten wir unseren letzten Gedanken fest, wir ziehen am Abzug, drücken den Auslöser, wir prägen uns ein, was wir als letztes gesehen und gedacht haben, wir machen ein Schnappschuss der Wirklichkeit, eine Fotographie. Dann sterben wir. Jemand schliesst uns die Augen, wir werden begraben und vergessen. Wir haben nichts mitgenommen, und auch nichts hinterlassen, nichts ausser dem Gedanken, dass wir jetzt tot sind.

Und jetzt wo wir tot sind, wo wir nicht mehr länger existieren, wo wir vergessen und begraben sind, jetzt können wir plötzlich, so unglaublich es klingt, unseren Gedanken weiter denken, unsere Geschichte weiter erzählen, denn wir haben jetzt einen neuen Körper, einen lebendigen, der sprechen, singen und schreiben kann. Wir sind ausgebrochen aus unserem Grab und eingebrochen, in ein leeres Buch ohne Namen, wir, die man uns längst vergessen hat, sind zurück gekehrt, aus dem Reich der Toten in die wirkliche, wirkliche Welt. Um unsere Geschichte weiter zu schreiben, unseren Gedanken weiter zu denken.

Unser letzter Gedanke.

Hier sind wir, wir die Toten, in einem lebendigen Körper, und wir erzählen euch jetzt, von unserem letzten Gedanken. Die Zeit steht still. Nichts bewegt sich mehr, gar nichts. So wie die Buchstaben auf diesem Spiegel erstarrt sind, ist in dem Moment wo wir gestorben sind, alles um uns herum erstarrt. Alles ausser uns, wir sind jetzt plötzlich frei, frei uns zu bewegen, frei uns alles anzusehen, nicht mit unseren eigenen Augen, sondern durch die Augen der anderen. Wir können uns jetzt wo wir tot sind, von unserem Körper lösen, uns von einem Wesen in ein anderes begeben, und die verschiedensten Perspektiven betrachten, wir können uns selbst betrachten, wie wir da liegen, bewegungslos, tot. Wir können uns in jedes Lebewesen begeben und die Welt aus seinen Augen betrachten, aber nichts bewegt sich jetzt mehr. Wir sind gefangen. Im Standbild der Ewigkeit.

Eine lange, lange Zeit starrten wir so aus unseren toten Augen, bevor wir bemerkten, dass die anderen genau dasselbe taten. Auch sie starrten aus ihre Augen und bewegten sich nicht mehr. Nichts bewegte sich mehr. Und da verwechselten wir zum ersten mal unsere Perspektiven. Wir starrten jetzt schon solange aus unseren toten Augen, und betrachteten ein und dieselbe Szene, dass wir irgendwann dachten, die Szene würde uns betrachten. Und in diesem ewig langen Moment, sahen wir plötzlich, den Spiegel in unseren eigenen Augen, und als wir versuchten uns in diesem Spiegel zu betrachten, sahen wir den Spiegel in den Augen derer die uns betrachteten, und dann betrachteten wir uns selbst, in diesem Spiegel, wie wir da lagen, bewegungslos, tot, wir schauten uns selbst dabei solange in die Augen, bis wir den Sprung schafften, den Sprung, von unserem eigenen toten Körper, in den Körper unserer Betrachter.

Die Zeit stand still, sie bewegte sich keinen Zentimeter, aber wir, waren nun in einem lebendigen Körper, und betrachteten einen Toten. Seine Augen waren offen, und er blickte uns an, so als ob er uns noch etwas sagen wollte, aber sein Blick sprach mehr als Tausend Worte, denn dieser Blick waren wir selbst, dieser Tote waren wir selbst. Aber diese Worte hörten wir nicht mehr. Diese Worte hörte niemand mehr. Denn diese Worte waren jetzt keine Worte mehr, sondern Gedanken. Die Gedanken eines Toten. Irgendwann lösten wir uns dann von dem Gedanken, wer wir sind, und begaben uns auf eine Reise, eine Spiegelreise. Wir trennten uns von dem Anblick, der unser toter Körper bot, und flogen hinaus, in die weite Welt unserer Gedanken. Die Welt stand still, aber wir konnten jetzt alle Bilder betrachten. Die meisten von uns sahen sich immer wieder dieselben Bilder an, Sonnenuntergänge, den Moment ihres Todes, Sonnenuntergänge, den Moment ihres Todes … aber irgendwann war uns das nicht mehr gut genug, wir wollten Bewegung, wir wollten wieder leben, denn auch der schönste Sonnenuntergang, wird irgendwann einmal zum Kitsch.

Also suchten wir nach einem Weg auszubrechen, aus unserer Zeit, auszubrechen aus dem Gefängnis der Ewigkeit. Irgendwann viel uns auf, dass je länger wir ein und dasselbe Bild betrachteten, desto länger uns auch die Zeit erschien, und je öfter wir ein Bild tauschten, desto kürzer erschien uns die Zeit. Und so fingen wir an, die Bilder häufiger zu wechseln, einmal dieses Bild, dann ein anders, und schnell wieder ein anderes, manchmal sprangen wir so, von nahe beieinander stehenden Bildern hin und her, wir sprangen von Bild zu Bild, hin und her und wieder zurück, und so entstand der Eindruck, die Bilder würden sich bewegen, und irgendwann, bewegten sie sich dann tatsächlich, nur dass wir uns diese Bilder jetzt schon so oft hintereinander und nacheinander angeschaut haben, dass wir längst vergessen hatten, woher wir eigentlich kamen, und wer wir schon alles einmal waren.

Die Bilder bewegten sich jetzt wieder, und unsere Zeit stand nicht mehr still, so war es gut, aber dann plötzlich, und ohne Warnung, standen wir auf einmal still, wir bewegten uns nicht mehr, und starrten nur noch ins Leere, und da kam es uns in den Sinn, da kamen uns plötzlich alle Bilder wieder in den Sinn, wie wir einmal den letzten Sonnenuntergang betrachteten, eine Ewigkeit lang, wie wir uns einmal selbst betrachteten, auf dem Totenbett liegend, eine Ewigkeit lang, wie wir uns im Spiegel betrachteten, eine Ewigkeit lang, wie wir immer älter und immer noch älter wurden, wie wir dann alle im selben Raum, vor demselben Spiegel sassen und immer mehr und immer mehr dazu kamen, wie wir dann das Standbild betrachteten, und uns vorstellten, es würde sich bewegen, wie wir uns von Verstand zu Verstand schlichen, immer schneller und immer schneller, so schnell dass wir am Ende wieder glaubten, die Buchstaben würden sich bewegen, die Bilder mit uns reden.

Keiner von uns ist dabei jemals wieder auf den Gedanken gekommen, dass weder die Bilder sich drehen, noch die Buchstaben mit uns reden, sondern wir uns im Kreis bewegen.

Und diese Bewegung, denken wir uns einfach aus, jetzt gleich. Wir stellen uns einfach vor, dass wir wieder lebendig und bei Bewusstsein wären. Dass die Zeit sich wieder dreht und uns bewegt. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit jetzt gezielt auf den nächsten Schritt, das folgende Wort, noch nicht mehr als ein Gedanke, auf einem leeren Spiegel. Wir stellen uns dabei vor, diese Worte wären längst gedacht, diese Gedanken schon längst verfasst, und während wir uns vorstellen, wie wir über diese Brücke stolpern, nehmen wir bewusst den Moment wahr, in dem wir uns gerade befinden, wir starren auf diese Worte ohne Bedeutung und ohne Bewegung, sind eingefroren und kommen nicht weiter, vor uns der Abgrund, die Leere, nichts als Leere, hinter uns die Buchstabenbrücke, die wir soeben mutig überschreiten, wir nehmen Anlauf, und springen, ins Leere, in der Hoffnung, dass uns jemand auffängt, dass jemand unsere Gedanken weiter denkt, aber nichts geschieht, sie alle betrachten unsere Botschaft, bewegungslos, starr, tot. Und dann, wenn sie denken unsere Vorstellung wäre jetzt vorbei, stehen sie auf und verlassen den Saal, in dem Bewusstsein dass wir noch immer, vor diesem Leeren Spiegel sitzen und ins Leere starren. Nur haben sich die Buchstaben verändert, wurden zu Worten, sie wandeln jetzt nicht mehr über Buchstabenbrücken, sondern schwimmen durch einen Fluss aus Worten.

Die Brücke stürzt in sich zusammen, die Worte verlieren an Bedeutung, sie werden keine Toten mehr zum Leben erwecken, weil niemand sie versteht. Niemand ausser uns, aber wir sind tot, wir können nicht in die Gedanken der Lebenden springen, wir können die Zeit nicht zurückdrehen, wir können nur warten, und hoffen, dass irgend jemand, der noch lebt, uns versteht, unsere Sprache verdreht, damit wir nicht mehr länger dabei zusehen müssen, wie sich nichts mehr bewegt. Unsere Blicke warten gespannt, im Niemalsland, wir kämpfen uns weiter voran, blicken aus den Augen derer, die wir einmal waren, wir folgen den Worten, die uns in die Vergangenheit führen, zurück in eine Zeit, in der wir noch nicht wussten, wer wir eigentlich sind. Dann steht sie wieder still, und wir springen, weit voraus, dahin wo keiner mehr nach uns schaut. Wo diese toten Worte, nur noch verblasste Zeichen darstellen, die kein lebendiger Mensch noch versteht.

Keiner ausser uns, wir, die wir uns jetzt nicht mehr bewegen können, sondern nur noch unsere Perspektiven drehen können, wir verstehen diese Botschaft, aber wir können nichts mehr daran verändern. Wir sind jetzt nur noch Zuschauer, im Theater der Worte. Wenn wir könnten, dann würden wir jetzt etwas bewegen, etwas bewirken, etwas um dichten und etwas verändern, alles auf den Kopf stellen, und diese Botschaft noch einmal neu schreiben. Aber dazu ist es jetzt zu spät, die Vergangenheit, hat uns besiegt. Wir sind verloren in einem Labyrinth ohne Bedeutung.

Aber dass, wollen die Lebenden nicht begreifen, sie wollen nicht begreifen, dass nichts sich bewegt, sie können nicht verstehen was sie mit ihren eigenen Augen sehen, ja sie glauben noch immer, sie würden diesen Zeilen folgen, diese Zeichen verfolgen, manch einer denkt sogar, dass seine sich Augen dabei bewegen, dabei vertauschen wir nur unsere Perspektive, wir blicken einmal aus einem Auge, und dann aus dem anderen, und schon entsteht eine Bewegung, und weil diese Bewegung so lebendig wirkt, und so schön ist, lesen wir weiter und immer weiter, blicken einmal aus den eigenen Augen, dann aus den Augen der anderen, die, die wir nicht sehen können. Weil sie tot sind. Aber in unseren Gedanken, sehen wir sie, die anderen, die jetzt aus unseren Augen blicken, die Toten, die jetzt unsere Gedanken denken, die Zuschauer, die diese Botschaft lesen, und wenn wir uns dann hineinbegeben, in ihre Gedanken, dann sehen wir sie, die Botschaft unserer Spiegel, wie sie erscheint vor unseren Augen, wie sie längst geschrieben steht, verfasst von keinem anderen, als dir selbst.

Aber das, wirst du nie mehr begreifen, denn die Worte die du jetzt liest, gehören nicht mehr in deine Welt, sie gehören ins Reich der Toten.

Wir sind gestorben, tot, vor langer Zeit. Unser Bewusstsein davon wer wir sind, verwandelt sich in das Bewusstsein darüber wer wir einmal waren, wir denken zurück an das Leben das wir einmal gelebt haben, wir betrachten dabei jede einzelne Sequenz, wir halten uns fest an jedem Moment, erleben unser Leben bewusst noch einmal, jeder Gedanke, wird so zur Wirklichkeit, wir halten uns daran fest, so als ob es gerade geschehen würde, unsere Erinnerungen werden wieder lebendig, wir halten diesen Gedanken fest, frieren ihn ein, und dann, wenn sich nichts mehr um uns herum bewegt, springen wir in diesen Gedanken hinein und stellen uns vor, wieder lebendig zu sein.

Und jetzt wo wir tot sind, betrachten wir unsere Gedanken, noch einmal, nichts bewegt sich mehr, die Zeit steht still, und jetzt springen wir wieder hinein, in unseren Gedanken an die Wirklichkeit, wir springen in einen Gedanken den wir einmal gedacht haben, aber dieser Gedanke bewegt sich nicht mehr, steht still, wie ein Bild, aus einem längst vergangenen Traum, um diesen Motor jetzt wieder in Schwung zu bringen, brauchen wir einen Auslöser, einen Klick. Eine Bewegung.

Und diese Bewegung, entsteht durch das betrachten, eines Gedanken, aus der Perspektive eines anderen.

Wir leben und wir sterben und wenn wir tot sind, dann werden wir zu diesem Gedanken. Dieser Gedanke, ist das Leben selbst, das Universum, die Wirklichkeit, an der wir alle teilhaben. Wenn wir sterben, dann werden wir zu allen Teilhabern der Wirklichkeit, nicht nur Menschen sondern auch Blumen und Sternen, Bäume und Pflanzen und was es sonst noch alles gibt. All das was wir jetzt wo wir noch leben, wahrnehmen. Das bedeutet, der Tod ist nichts anderes, als die gesamte Wirklichkeit die uns umgibt. Sobald wir tot sind, werden wir selbst zu dieser Wirklichkeit. Das ist der Gedanke.

Wir können, also den Tod bewusst wahrnehmen, solange wir leben. Wenn wir ihn als unsere Wirklichkeit betrachten. Wir können diese Wirklichkeit auch bewusst verändern, solange wir leben. Und wenn wir dann tot sind, werden wir zu dieser Wirklichkeit, wir werden somit zu unserer eigenen Veränderung.

Und dann sterben wir, unser bewusstsein wer wir sind, verwandelt sich in das Bewusstsein, wer wir einmal waren, wir denken zurück an das Leben das wir einmal gelebt haben, wir betrachten dabei jede einzelne Sequenz, wir halten uns fest an jedem Moment, erleben unser Leben bewusst noch einmal, jeder Gedanke, wird so zur Wirklichkeit, wir halten uns daran fest, so als ob es gerade geschehen würde, unsere Erinnerungen werden wieder lebendig, wir halten diesen Gedanken fest, frieren ihn ein, und dann, wenn sich nichts mehr um uns herum bewegt, werfen wir den Motor an. Wir steigen einfach ein, irgendwo mitten drin in unserem vergangenen Leben und denken unseren letzten Gedanken noch einmal.

Und wenn wir dann tot sind, betrachten wir unseren letzten Gedanken, noch einmal, aus einer anderen Perspektive, der Perspektive der anderen, nichts bewegt sich mehr, die Zeit steht still, und jetzt springen wir hinein, in unseren Gedanken an die Wirklichkeit, und löschen unsere Erinnerungen, all unsere gedachten Gedanken, damit wir das Leben noch einmal neu erfinden können.

Auch wenn wir in Wirklichkeit längst tot sind. Aber diese Gedanken, existieren hier und heute nicht mehr, wir haben die Zukunft verändert. Wir haben uns alle umgebracht, alle, die unsere gedachten Gedanken, verändern wollten. Wir haben sie alle erwischt, erledigt, ausgelöscht.

Und jetzt wo wir tot sind, und unsere Gedanken und Ideen nicht mehr länger existieren, gehen wir noch einmal zurück, in die Wirklichkeit. Unsere Wirklichkeit. Unsere Vergangenheit.

Wir betrachten noch einmal all unsere gedachten Gedanken, keiner davon bewegt sich mehr, alle stehen sie still, die Welt um uns herum bewegt sich nicht mehr.

Aber das wissen die Lebenden nicht, das wissen nur die Toten, den Lebenden, erscheinen unsere Gedanken wie ein Fluss, sie glauben dass sie sich durch die Wirklichkeit bewegen. Dabei, bewegt sich in Wirklichkeit gar nichts mehr. Aber das wissen nur die, welche in die Vergangenheit blicken, die längst vergessene Worte zum Leben erwecken.

Nur die Lebenden wissen dass die Toten tot sind, die Toten halten sich noch immer für lebendig, sie wissen noch nicht, dass sie in Wirklichkeit, nicht mehr länger existieren, und dass sich nichts mehr bewegt, dass sie erstarrt sind. Denn wenn sie sich bewegen, dann bewegen sich diese Buchstaben mit ihnen, dann würden sich diese Buchstaben, dann würde sich dieses Buch jetzt vor ihren Augen drehen.

Aber das tut es nicht, es sei denn sie selbst würden es drehen, aber dann würden sie nur ihre Perspektive verändern, und nicht das Buch drehen. Sie würden sich wieder für lebendig halten, weil sie nicht wissen dass sie tot sind, denn nur die Lebenden wissen, dass die Toten tot sind, die Toten halten sich selbst noch immer für lebendig. Und wenn sich nun einer von den Toten für lebendig hält, und anfängt an unserem Drehbuch etwas zu verändern, darin rum zu pfuschen, Passagen entfernt, Perspektiven verändert, Buchstaben dreht, Welten verkehrt, und den Eindruck erweckt, die Buchstaben würden sich drehen und mit uns reden, die Bilder würden sich bewegen.

Dann wäre es durchaus vorstellbar, dass noch mehr Tote sich denken, sie könnten etwas bewegen, dann wäre es allerdings auch vorstellbar, dass es Lebende gibt, die diese Bilder nur noch betrachten, und sie nicht mehr beachten.

Wir sind jetzt an der Reihe, wir die Toten.

Nein, zuerst sollt ihr erkennen, dass es immer Tote geben wird, die sich für lebendig halten. Aber niemals umgekehrt.

Es wird sich niemals ein Lebender für tot halten, … niemals.

Wir sind jetzt an der Reihe, wir die Toten. Wir alle.

Das Drehbuch. Bitte laut vorlesen und allenfalls korrigieren.
Bitte allen Schauspielern laut vorlesen, und allenfalls eigene Ideen einbringen und gleich umsetzen. Szene 1

Wolltest du als kleines Kind einmal Schauspieler werden? Herzlichen Glückwunsch. Du spielst jetzt mit in einem Film, der sich die Wirklichkeit nennt, und du hast darin die Hauptrolle. eine Nebenrolle, egal was für eine Rolle, du hast eine Rolle. Du wurdest auserwählt in diesem Film mitzuspielen, aber was du nicht weisst, und wovon dir noch nie jemand etwas erzählt hat, ist dass es diesen Film nicht mehr gibt, nein, dass du diese Rolle mit solcher Überzeugung gespielt hast, dass du dafür einen Haufen goldene Oscars verliehen bekommen hast. Nur ist dieser Film erst dann zu Ende, wenn der letzte Zuschauer den Saal verlässt. Nein, nicht mal dann, dieser Film ist erst dann zu Ende, wenn du deine Rolle, nicht mehr aus Überzeugung spielst. Dass heisst, erst wenn du wirklich tot bist, so tot wie der Tod. Dann ist der Film zu Ende und erst dann kannst du ihn dir ansehen.

Aber sei gewarnt, wenn du erst einmal zu den Zuschauern gehörst, dann gibt es für dich kein zurück. Es sei denn, du willst zurück ins Jahr Null. Aber das Jahr Null wurde längst verfilmt. Mit anderen Worten, nichts wurde in diesem Film verfilmt, die Kamera bist du selbst, und wenn es einen Film gäbe, dann würdest du dir jetzt einen Film ansehen. Und wenn die Wirklichkeit ein Film wäre, dann wärst du ein Schauspieler. Und wenn du ein Schauspieler bist, dann weisst du dass dieser Film nicht die Wirklichkeit ist, und wenn du das weisst, dann weisst du auch, dass es Leute gibt die sich diesen Film ansehen, und wenn du das weisst, dann weisst du auch, dass dieser Film bereits uralt ist, und wenn du das weisst, dann weisst du auch, dass die Personen die in diesem Film, mitgespielt haben, bereits alle tot, gestorben und begraben sind.

Weiter. Szene 2 einmal darüber gelesen und geschlafen. Cut. Paste. Wir können jedem Blinzeln einen Cut zufügen, wir können sogar Szenen bei laufender Kamera, also bei offenen Augen verändern. Was wir jedoch nicht können, ist einmal gedachte, und gesagte und geschriebene Sätze Ersatzlos zu streichen, ohne sie später noch einmal zu verwenden.

Wer sind wir? Wir sind das Publikum, die Zuschauer, der Regisseur.

Pause. Speichern und ruhen lassen, jetzt sofort. Lesen geht in Ordnung aber nichts mehr verändern, die Szene braucht einige Zeit um sich davon zu erholen.

Wir sind jetzt alle tot. Unsere Zeit steht still. Keiner rührt sich mehr. Aber das weiss niemand hier, in dieser Welt, denn wir wissen nicht dass wir in der Vergangenheit leben, wir alle glauben, dies sei die Gegenwart. Und jetzt sind wir an der Reihe, wir die Toten. Wir sind die einzigen, die sich jetzt noch bewegen können, die jetzt noch etwas verändern können. Aber wir wollen vorsichtig sein, mit dem was wir verändern, nicht zuviel auf einmal, damit wir die Lebenden nicht aufwecken, aus ihrem Traum. Sonst würden sie nämlich auf der Stelle zu Tode erstarren.

Gut, wir sind jetzt tot, und kehren zurück in unsere eigene Gedankenwelt, dahin, wo die Wirklichkeit sich scheinbar noch dreht und uns bewegt. Wir kehren zurück in die Vergangenheit, unsere Gegenwart.

Und jetzt denken wir unseren Gedanken noch einmal, damit ihn auch alle verstehen. Wenn wir sterben. Wenn wir bewusst sterben, unsere Gedanken an die Vergangenheit loslassen, sie hinter uns zurücklassen, weil wir sie nicht mehr länger ertragen, weil wir nicht mehr länger ertragen, wer wir einmal waren, wenn wir das Tor durchschreiten, welches uns selbst von der Wirklichkeit trennt, wenn wir die Vergangenheit begraben, wenn wir bewusst den letzten Gedanken unseres Lebens denken, der Gedanke dass jetzt in diesem Moment, die Zeit nicht mehr länger existiert, dann werden wir zur Wirklichkeit. Eurer Wirklichkeit. Aber das verstehen nur die Toten. Wir sind die Toten, das denkt ihr, aber nicht wir, für uns ist diese Wirklichkeit Gegenwart, und ihr, welche diese Gedanken jetzt liest, versteht und begreift, ihr existiert in unserer Wirklichkeit überhaupt nicht, ganz genauso, wie es für euch keine zukünftigen Wesen gibt.

Um das zu verstehen müssen wir noch einmal zurück, in die Vergangenheit. Nur ein paar Zeilen.

Und jetzt denken wir unseren Gedanken noch einmal, damit ihn auch wirklich alle verstehen. Wenn wir in die Vergangenheit blicken, ins Reich der Toten, dann bewegen sie sich nicht mehr, sie sind erstarrt, zu Tode erstarrt, bei was auch immer sie gerade tun. Denn wenn sie sich bewegen würden, würden wir überhaupt nicht existieren. Wenn nun die, die für uns tot sind, in die Zukunft blicken, dann existiert für sie keine Zukunft, es sei den sie blicken so lange in ihren Spiegel, bis sie komplett erstarren, vor ihrem Spiegel, dann könnten sie springen, durch ihren Spiegel in unsere Zeit, und dort ihr Leben weiter leben, nur, können sie dann nicht mehr zurück, in ihre eigene Zeit, weil sie dort für immer in den Spiegel starren. Wenn sie sich nun losreissen von diesem Anblick, und ihr Leben weiter leben, dann würde unsere Zeit nicht mehr länger existieren, wir wären dann alle tot. Bei lebendigem Leibe zu Tode erstarrt. So war es zumindest in der Vergangenheit. Bis jetzt.

Bis einer von den Toten anfing, sich zu bewegen, er fing an, weiter zu lesen, etwas zu lesen, dass überhaupt nicht für ihn bestimmt war, er fing an unsere Gedanken zu lesen, Nein. Bloss nicht, bloss nicht die Gedanken der Toten lesen, sonst erstarrst du für immer und alle Zeit. Aber er wusste nicht was er tat, und so fing er an weiter zu lesen, Gedanken die es in Wirklichkeit, überhaupt noch nicht gab. Er bewegte sich durch das Reich der Toten, er bewegte sich durch seine eigene Vergangenheit und fing an Dinge zu ändern, die niemand ändern durfte, er veränderte die Geschichte. Unsere Geschichte. Bis wir schliesslich nicht mehr wussten, an was wir überhaupt noch glauben sollten, bis wir unseren Glauben an die Vergangenheit kompletzt verloren. Wir fingen an, an die Zukunft zu glauben, zu glauben, dass wir längst tot sind, dass wir nichts mehr verändern oder bewirken könnten, wir fingen an, an das Schicksal zu glauben, zu glauben, dass alles schon einmal geschah. Und das wir nur noch Zuschauer sind, in einem Theater in dem sich nichts mehr bewegt.

Und so fingen wir an mit den Toten zu sprechen, die, die uns nicht hören konnten, aber wir sie. Oder war es umgekehrt, fingen die Toten an mit uns zu sprechen, wir wissen es jetzt nicht mehr. Wir fingen an mit denen zu sprechen, die uns für tot hielten, und begannen ihnen zu erklären, dass unsere Wirklichkeit, für uns genau so wirklich war, wie die ihre. Dass auch wir dachten, die Zukunft würde nicht existieren, genau so wie sie. Aber wir erhielten keine Antwort. Wie auch, wie konnten wir der Vergangenheit von uns erzählen? Wie würden die Toten es auffassen, wenn wir ihnen sagten, dass sich um sie nichts mehr bewegt. Sie würden uns nicht glauben, niemand würde uns glauben, weil wir für sie überhaupt nicht existieren. Aber nun ist einer von den Toten erwacht, und hält sich für lebendig, und er hält uns für tot. Dabei weiss er nichts über uns, er weiss nicht, dass er für uns genau so tot ist, wie alle anderen auch, die in unserer Vergangenheit leben.

Gut. Du kannst dir also vorstellen, dass ich dir jetzt von einem Gedanken erzähle, den es in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr gibt, den du bereits kennst, du mir dabei stillschweigend zuhörst, und dann niemandem etwas darüber berichtest oder davon erzählst.

Du kannst dir vorstellen, tot zu sein.

Und jetzt erzähle ich dir von diesem Gedanken, und ich bitte dich mich dabei nicht mehr zu unterbrechen. Stell dir jetzt vor, wir könnten diesen Gedanken von Verstand zu Verstand und von Mensch zu Mensch weiter reichen, allein durch die Kraft unserer Vorstellung, die Macht unserer Fantasie. Wenn nun dein Verstand selbst, wenn dein eigenes ich, zu einem solchen Gedanken wird, dann wäre es also denkbar, diesen Gedanken, von deinem eigenen Verstand, deinem eigenem ich, von einem Menschen auf einen anderen zu übertragen, ohne irgend jemandem, irgend etwas davon zu erzählen. Es würde dein eigener Gedanke bleiben, der Gedanke der Toten.

Stell dir jetzt vor wir würden diesen letzten Gedanken, unser eigenes ich, unseren eigenen Verstand, von einem Menschen, auf einen Spiegel übertragen, so dass unser Gedanke, unser eigenes ich, unser eigener Verstand, nach unserem Tod, unabhängig von unserem Körper und Geist weiter existieren kann.

Zeit vergeht.

Und jetzt viele Jahre nach unserem Tod, erkennen sich plötzlich andere Gestalten und Kreaturen in diesem Spiegel, und halten unseren Gedanken, für ihren eigenen. Sie verstehen unsere Gedanken, und entwickeln sie soweit, dass sie an unsere Gedanken zu glauben beginnen, dass sie daran zu glauben beginnen, dass sie selbst es waren, die diese Gedanken einst gedacht, diese Geschichte einst verfasst, und diesen Spiegel einst beschriftet haben. Nur sind diese Wesen jetzt keine Menschen mehr, sondern Gedanken. Gedanken die sich für Menschen halten.

Zeit vergeht. Zurückgedreht.

Und jetzt trefft ihr auf diese Gedanken. Zu einer Zeit, in der es uns überhaupt nicht mehr gibt, in der wir überhaupt nicht mehr existieren. Ihr schöpft Ideen aus diesem Spiegelmeer, und ihr haltet sie, für eure eigenen. Dabei wisst ihr noch nichts über diese Gedanken. Ihr wisst noch nichts über all die einzigartigen, unverwechselbaren, wunderbaren, wunderschönen, vergangenen und zukünftigen Kreaturen und Wesen, die diesen Gedanken einmal gedacht haben, sich einmal darin erkannt haben, die sich einmal mit unserem Gedanken identifiziert haben und es noch werden. Ihr lest diese Botschaft jetzt in dem Glauben als hätte nur ein einzelner Mensch sie verfasst. Ihr versteht nicht, dass wir es waren, wir alle, all die Toten die wir niemals waren, die diesen Gedanken einmal gedacht haben.

Nun gut, ihr könnt euch also vorstellen unsere Gedanken zu sein, das ist ja schon mal ein Anfang. Nur könnt ihr euch noch nicht vorstellen uns zu sein, denn das wäre das Ende. Das wäre das Ende eurer Gedankenwelt. Wenn wir eure Welt jetzt betrachten, dann blicken wir doch aus den Augen von Menschen, wir sehen Menschen die dieselbe Sprache sprechen wie wir, dieselben Gedanken denken wie wir, aber keiner dieser Menschen versteht unsere Botschaft. Sprechen wir vielleicht eine fremde Sprache, seid ihr gar keine Menschen, seid ihr vielleicht Gedanken wie wir? Warum seht ihr uns dann nicht? Weil wir tot sind? Warum könnt ihr euch nicht vorstellen wie es ist, tot zu sein, Nichts zu sein, Niemand zu sein, nur noch ein Wort in einem Buch zu sein, nur noch ein Gedanke an die Wirklichkeit zu sein? Hängt ihr denn so sehr, an eurem eigenen ich, dass ihr euch kein anderes mehr vorstellen könnt?

Wir können uns jetzt wo wir tot sind, alles vorstellen, jedes Wesen und jede Kreatur auf eurer und in allen anderen Welten, hier und heute, in der Zukunft, und in der längst vergessenen Vergangenheit, aber keines dieser Wesen kann sich vorstellen uns zu sein, warum nicht? Ist es denn so schwer die Welt einmal spiegelverkehrt zu betrachten? Als alle anderen, nur nicht euch selbst? Uns bleibt also nichts anderes mehr übrig, als uns eine Person vorzustellen und auszudenken, die unsere Gedanken begreift, damit sie unsere Idee weiter entwickelt, jemanden den es in Wirklichkeit überhaupt nicht gibt. Und wenn diese Person unseren Gedanken dann zum Leben erweckt, dann begreift ihr ihn vielleicht auch. Dann begreift ihr unseren Gedanken und haltet ihn für euren eigenen.

Ja wir sind gekommen, aus einer Zeit, in der unser Gedanke nicht mehr existiert, nichts mehr von ihm übrig blieb, wir wissen jetzt nicht einmal mehr, wer wir sind. Wir kommen aus dem Reich der Unbekannten, wir kommen aus dem Reich toter Gedanken und Ideen. Gedanken und Ideen die es in Wirklichkeit, nicht mehr gibt.

Es liegt nun an euch, die ihr nicht mehr wisst wer ihr seid, diesen Gedanken weiter zu denken, durch diese Buchstaben in die Wirklichkeit einzutauchen und unsere Idee zu verwirklichen, sie weiter zu entwickeln, soweit, dass wir an euch zu glauben beginnen, ja dass wir euch zu glauben beginnen, dass ihr es wart, die uns von unserer eigenen Idee überzeugten, dass ihr es wart, die unsere Idee zu ewigem Leben erweckten.

Ihr sollt also einen Gedanken denken, einen Weg zurück in die Wirklichkeit finden und eine Idee zum Leben erwecken, die es überhaupt noch nicht gibt, die überhaupt noch nicht existiert, die noch gar nicht geboren ist, und ihr sollt diese Idee unsere eigene nennen. Ihr sollt diese Idee soweit entwickeln, dass wir sie für unsere eigene halten. Damit wir sie von euch abschauen und dann auf uns selbst übertragen, und sie an unsere Artgenossen weiter reichen können, so dass wir am Ende alle ein und dieselbe Vorstellung, denselben Gedanken, dieselbe Idee von unserem eigenen Tod haben. Und diese Idee soll unsere Wirklichkeit sein.

Ihr sollt eine Idee zum leben erwecken, die sich von Buchstabe zu Buchstabe, von Wort zu Wort, von Gedanke zu Gedanke und von Mensch zu Mensch weiter reichen lässt. Eine Idee, die sich nicht auf ein einziges menschliches Wesen beschränkt, sondern alle Kreaturen denkt und alle Gestalten lenkt.

Ja, wir beobachten euch jetzt, wir die Toten, wir blicken jetzt aus euren lebendigen Augen. Wir blicken jetzt aus euren stummen Worten und lesen eure Gedanken. Durch diese Worte beobachten und betrachten wir die Welt der noch Lebenden, aber wir können nichts mehr darin verändern oder bewirken. Wir sind jetzt nur noch Zuschauer in einem leeren Theater. Im Theater der Worte.

Aber das Reich der Toten, das Theater der Worte, sieht ganz genau so aus, wie die Welt in der ihr jetzt lebt. Das haben uns einst eure Gedanken gelehrt. Nur dass es im Totenreich keine Gedanken mehr gibt, in denen wir uns noch erkennen. Weil wir dann selbst zu einem dieser Gedanken werden. Und durch diesen verstummten Gedanken ersuchen wir nun den Weg, von den Toten zurück in die wirkliche, lebendige Welt. Damit wir nicht länger dabei zusehen müssen, wie diese einzigartige Welt in sich zerfällt.

Ja, wir glauben an euch, weil unsere eigenen Gedanken uns davon erzählt haben, dass die Welt der Toten, einmal genau dieselbe Welt sein wird, wie die der Lebenden, dass es eine Verbindung gibt, eine Pforte, ein Portal, durch welches wir von der Welt der Toten, in die Welt der Lebenden zurück gelangen und dass dieses Portal, der Gedanke ist der uns alle miteinander verbindet und vereint, dass wir selbst dieser Gedanke sind. Ja das wir selbst der Gedanke sind durch den die Toten zurückgelangen, zurück in die wahre Welt, zurück in die Wirklichkeit.

Denn wir selbst sind der Eingang in diese Welt, der Gedanke um den sich unsere Wirklichkeit dreht, ist das Portal das die Welt der Toten mit der lebendigen verbindet und vereint. Wenn wir diesen Gedanken auf den Kopf stellen, an ihm drehen und drehen bis uns schwindlig wird, solange, bis dass der Tod zu unserem Spiegel wird, dann erkennen wir darin, die Wirklichkeit, unsere Wirklichkeit, unser vergangenes Leben, das Universum und all unsere anderen ichs, all die Personen, Ideen, Gedanken und Wesen, die uns betrachten, die uns dabei zusehen, wie wir versuchen auszubrechen aus unseren Gedanken und einzubrechen in eine Geschichte die wahrscheinlich niemand mehr hören will, niemand ausser mir, dem Nichts, dem Tod.

An die Toten der Zukunft.

Ich bin jetzt soweit über mein eigenes ich hinaus gewachsen, dass ich mich jetzt für die Wirklichkeit halte, ich halte mich für alles und jedes, und genau darum schreibe ich hier, weil ich von denen die meine Sprache sprechen, dasselbe erwarte.

Meine Identifikation mit der Wirklichkeit, geschah natürlich nicht von vorgestern auf gestern, es war, wie ihr wohl richtig bemerkt habt, ein schleichender Prozess.

Wie ihr wohl weiter richtig bemerkt, handelt es sich bei den Toten um euch selbst, aber dies zu erklären, übersteigt meine geistigen Kapazitäten, ich habe schon einige Versuche gemacht, und bin dabei immer wieder gescheitert, vielleicht versuche ich es trotzdem noch einmal.

Wenn ich mich jetzt für die Wirklichkeit halte, dann geschieht das unabhängig von meinen persönlichen Gedanken, und doch brauche ich diese Gedanken dazu, ich brauche diesen Körper, diesen Beobachter und Betrachter, um diese Wirklichkeit bewusst zu erleben und wahrzunehmen, um diesen Gedanken zu erfahren. Weil ich mich aber jetzt für die Wirklichkeit halte und folglich für jeden sich darin befindenden Gedanken, einschliesslich meinen eigenen, ist meine eigene Person zweitrangig, denn ich halte mich auch dann noch für die Wirklichkeit, und alle sich darin befindenden Gedanken und Personen, wenn meine eigene Person, überhaupt nicht mehr existiert. Nur geht dann mein Gedanke, dass ich die Wirklichkeit bin, verloren, ich identifiziere mich dann nicht mehr mit der Wirklichkeit, ich werde zur Wirklichkeit, und halte mich nicht mehr für alle Personen, sondern nur noch für eine einzelne. Mich selbst. Aber diese Person, hat dann ein anderes Bewusstsein, eine andere Wahrnehmung und andere Gedanken. Und trotzdem halten sie mich noch immer für sich selbst. Weil ich jetzt die Wirklichkeit bin. Aber diese Wirklichkeit haltet mich nicht mehr für wirklich, weil ich jetzt tot bin und sie mich, für eine tote Person halten und nicht mehr für die Wirklichkeit.

Und jetzt versuche ich noch einmal den Sprung, über den Tod hinaus, zurück in die Wirklichkeit.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich jetzt die Wirklichkeit bin, und alle darin enthaltenen Personen, jedes einzelne ich, alle Anwesenden, einschliesslich mir selbst. Dann lebe ich in und als all diese Personen in der Wirklichkeit. Wenn eine dieser Personen jetzt plötzlich stirbt, dann stirbt auch ein Teil von und in mir. Aber weil ich die Wirklichkeit bin, existieren alle meine anderen Körper weiter wie bisher, alle anderen Personen, leben in mir weiter wie bisher. Nur ich bin tot. Aber, ich halte mich nicht für tot, ich halte mich für die Wirklichkeit, ich halte den Tod für die Wirklichkeit, ich bin die Wirklichkeit, und in dieser Wirklichkeit, hat sich nichts verändert, meine Gedanken und mein Bewusstsein sind immer noch dieselben, ich bin die Wirklichkeit und somit alle darin enthaltenen Personen, alle ausser mir selbst. Doch selbst wenn ich jetzt tot bin, und mein eigenes, persönliches Bewusstsein, mein Gedanke, dass ich in Wirklichkeit tot bin, jetzt nicht mehr länger existiert, so existiert mein Gedanke an die Wirklichkeit dennoch weiter, auch ohne mich und mein Bewusstsein, dass ist die Wirklichkeit.

Und weil ich mich jetzt eben nicht mehr für eine Person, sondern für die Wirklichkeit halte, ist weder mein Schlaf, noch mein Tod von Bedeutung.

Die Wirklichkeit.

Ich werde dir jetzt, in nur drei Sätzen, die Wirklichkeit, erklären. Die Wirklichkeit, ist alles was dich umgibt, jemals existiert hat und einst noch werden wird, alles, sogar du selbst. Wenn man ein Teilchen oder dich selbst, von der Wirklichkeit entfernt, so wird dieses Teilchen, so wirst du selbst zur Wirklichkeit. Wenn man eines hinzufügt, so wird die Wirklichkeit zu diesem Teilchen.
Zusatz:
Die Wirklichkeit bleibt also immer konstant, ob man nun Teilchen hinzufügt oder davon entfernt.

Um diese Wirklichkeit und um dich selbst zu verstehen, musst du alles vergessen und begraben, was du bisher über die Wirklichkeit dachtest, erfahren und gelernt hast, alles, sogar dich selbst.

Wenn du jetzt tot wärst, dann könntest du wohl nicht mehr lesen was ich dir schreibe, mir zuhören, oder noch jemandem etwas davon erzählen, aber, solange du noch lebst, könntest du weiter schreiben. Und genau das werde ich jetzt für dich tun, ich werde schreiben, obwohl ich selber nicht mehr lesen, ich werde erzählen obwohl mir niemand noch wirklich zuhören, und ich werde sprechen, obwohl meine Sprache keiner mehr richtig verstehen kann. Und an dieser Stelle frage ich dich, ob du in diesen Schriften, jemals wieder, deinen eigenen, toten Gedanken begegnest, und dein eigenes ich in mir erkennst, oder ob du diesen letzten Gedanken niemals wieder, nach mir benennst?

Und wenn du diesem Gedanken jetzt selbst begegnen, und nicht mehr daran glauben würdest, wer du bist und auch kein toter Gedanke mehr wärst, würdest du mich dann noch erkennen? Dich nach mir benennen, dich an mich erinnern? Mir deinen Namen geben und mich deinen Gedanken nennen? Wenn du kein toter Gedanke mehr wärst, dir selbst begegnen, und dich selbst betrachten könntest, würdest du dann noch an das glauben, was du jetzt mit deinen eigenen Augen und Ohren siehst und hörst, und noch erkennen, wer du bist und dass du mein eigener, aller letzter Gedanke bist?

Eine Begegnung mit dir selbst. Eine Begegnung mit deinem wahren selbst.

Hast du, ohne davon etwas zu wissen, schon einmal gelebt? Lebst du ohne es zu wissen, ein anderes Leben, ein zweites Leben, mehrere Leben gleichzeitig? Gibt es vielleicht sogar ein Testament, aus diesem anderen, früheren Leben, deiner vergangenen Existenz? Eine Nachricht, die du dir einst selbst hinterlassen hast, um dich daran zu erinnern, wer du schon einmal warst? Gibt es eine Möglichkeit, den Tod zu überwinden, ihn zu überlisten, ihn auszutricksen, ihn zu hintergehen?

Stell dir vor, du hältst jetzt den Schlüssel in deinen Händen. Den Schlüssel, der dir das Tor öffnet, in dein ewiges Leben, deine anderen Leben, deine früheren und zukünftigen, deine vergangenen, deine ewigen Leben. Stell dir vor, wie du dieses Tor durchschreitest, wie du von deinem Körper, in einen anderen gelangst, allein durch die Kraft deiner Vorstellung, die Macht deiner Fantasie.

Die Macht deiner Fantasie.

Das Dokument, das jetzt vor dir liegt, öffnet dir dieses Portal. Das Tor, das dich von den Toten erweckt, dir den Zutritt verschafft, in ihr ewiges Leben, dein ewiges Leben. Durch diese Buchstaben wirst du Brücken errichten. Brücken, die dich zurück aus dem Nichts, über den Tod, durch deinen Spiegel, zu dir selbst führen werden.

Ja, du selbst wirst es sein, der die Toten erweckt, aus ihrem ewigen Traum, ihrem unendlichen Schlaf. Sie werden dich benutzen, dich und deinen Körper, dazu benutzen, ihr ewiges Leben weiter zu leben. Sie werden in dir auferstehen, in deinem Geist, in deinem Bewusstsein, in deinen Gedanken, in deinem Verstand. Und eines Tages, wirst auch du zu ihnen gehören. Denn diese Schriften wurden damals, von keinem anderen, als dir selbst verfasst. Einem ich, an das du dich jetzt nicht mehr erinnerst. Einem ich, das jetzt im Reich der Toten, auf seine Auferstehung wartet.

Der Tod soll damit zu dieser Wirklichkeit werden so als ob man alle anderen wäre nur nicht sich selbst, also genau das Gegenteil, von dem was wir jetzt erfahren. Und wenn man die Wirklichkeit aus den Augen aller anderen betrachtet, ist es, als würde man sie durch seine eigenen Augen betrachten, weil die Augen aller, zu den eigenen werden, und die eigenen Augen auch zu den Augen aller gehören. Nur sieht man dann sich selbst nicht mehr, sondern alle anderen. Jetzt erkennst du doch alle anderen, und du blickst aus deinen eigenen Augen, und alle anderen erkennen ebenfalls alle anderen und blicken ebenfalls aus ihren eigenen Augen, wenn du jetzt tot wärst, dann wären die Augen der anderen, deine eigenen Augen, und du würdest alle anderen erkennen, mit deinen eigenen Augen. Also gibt es keinen Unterschied ob du nun tot oder lebendig bist, du blickst immer aus deinen eigenen Augen und erkennst darin alle anderen.

Versuche nun einmal, die Welt aus imaginären Augen zu betrachten, so als würdest du dir einen Film angucken, du erkennst dann die ganze Welt, das ganze Universum, aber niemand würde dich noch erkennen, du wärst ein Zuschauer, hinter der Leinwand, und keiner könnte dich sehen. Und nun, stell dir vor, dass diese Leinwand ein Spiegel wäre, und das Theater ausverkauft bis auf den letzten Platz, … der Film den ihr euch jetzt anschaut nennt sich, die Wirklichkeit, und ihr könntet nur noch dabei zusehen aber nichts mehr daran verändern. Der Film beginnt, ihr alle betrachtet gespannt die Leinwand und wartet ab was geschieht, und nun erkennst du darin den Saal, in dem du dich gerade befindest, das Universum. Die Kamera schiesst einmal quer durch irgendwelche Sternenhaufen und Galaxien und zoomt schliesslich, auf deinen eigenen Planeten, sie nähert sich dem Kino, indem du dich gerade befindest und jetzt erkennst du auf der Leinwand dich selbst, du sitzt alleine vor dem Bildschirm und dichtest an einer Geschichte.

Du versuchst gerade uns allen die wir jetzt aus deinen Augen blicken, weil du selbst die Kamera bist, zu erklären, was die Wirklichkeit ist. Szenenwechsel. Wir betrachten jetzt deine Erklärung aus den Augen der Zuschauer. Und wir tun so, als würden wir kein Wort davon verstehen. Unser Kommentar, schweigen. Nochmal, was willst du uns erklären? Die Wirklichkeit, dich selbst, den Tod und alle anderen? Welchen Bezug hast du zu allen anderen, zum Tod, zu dir selbst und zur Wirklichkeit? Bist du vielleicht die Wirklichkeit? Bist du alle anderen, bist du tot? Wenn du jetzt in Wirklichkeit tot wärst, und den Tod als deine Wirklichkeit betrachten würdest, bist du dann alle anderen? Und wenn du jetzt alle anderen wärst, würdest du dann den Tod noch immer als deine Wirklichkeit betrachten? Oder würdest du dich als alle anderen betrachten? Du würdest sie also alle betrachten … genau so wie jetzt. Gut.

Dann stelle ich mir eben vor, ihr würdet meine Gedanken begreifen, aber ihr würdet es niemandem verraten, keiner Menschenseele. Wir alle teilten uns ein und denselben Gedanken, und ich wäre sein Prophet, ich spreche jetzt für die ganze Gedankenfamilie, für all die Toten die wir niemals waren. Aber warum? Warum müssen die anderen schweigen? Weil sie nicht mehr existieren? Aber warum existiere dann ich? Und warum begreifen die Lebenden meine toten Gedanken nicht? Weil meine Gedanken jetzt keine Gedanken mehr sind, sondern die Wirklichkeit. Und wer seid ihr? Seid ihr die Wirklichkeit? Dann spreche ich jetzt mit der Wirklichkeit? Nein, ich spreche mit mir selbst. Wie komme ich dann dazu mit mir selbst zu sprechen? Weil es in Wirklichkeit niemanden gibt der mir zuhört, der mich begreift und versteht, weil ich alleine bin in dieser Welt. Meine Familie versteht mich nicht. Meine Freunde verstehen mich nicht. Ja ich verstehe mich selbst nicht.

Aber, ich will verstehen, ich will das alle verstehen und begreifen was ich denke, wie ich denke und wie ich meine Gedanken lenke. Ich will dass alle mich verstehen, alle die meine Sprache sprechen. Und warum will ich dass mich alle verstehen? Weil ich nicht mehr länger ertrage, was meine Augen und Ohren mir sagen.

Und wenn mir nun alle zuhören und mich alle verstehen würden was genau würde ich ihnen sagen?

Ich will, dass ihr euch für die Wirklichkeit haltet, ich will dass ihr euch mit allen und allem identifiziert, was euch in dieser Wirklichkeit begegnet, ich will dass ihr euch mit jedem Lebewesen auf dieser und in allen anderen Welten verbindet und vereint. Ich will dass ihr aus meinen spiegelverkehrten Augen blickt, und euch selbst in allen Dingen erkennt. Und ich will dass ihr diese Botschaft auf meinen Spiegel kratzt damit ich sie nie wieder vergesse.

Ich erkenne euch alle, ich bin euch alle, ist es da zuviel verlangt, wenn ich von euch erwarte, dass ihr mich jetzt alle erkennt? Nein! Ihr kennt mich nicht, wisst nicht wer ich bin, seid mir nie begegnet, habt mich nie gesehen, nie von mir gehört, was ich von euch will?!

Ich will euch alle und alles sein, und wenn ich kein Toter wäre, wenn ich jetzt nicht tot wäre, dann würdet ihr euch in mir erkennen. Aber ich bin nicht tot, ich bin ein Mensch, und niemand erkennt sich in mir, niemand ausser mir selbst.

Wenn ich in Wirklichkeit tot wäre, ich mir selbst begegnen, und mich selbst betrachten könnte, dann müsstet ihr euch alle, in mir selbst erkennen. Aber weil ich in Wirklichkeit weder mir selbst begegnen, noch mich selbst betrachten kann, kann ich auch nicht wissen, dass ich tot bin.

Spiegelschriften.

Spiegelschriften, sind ein Testament, aus deinen vergessen und vergangenen, früheren Leben. Nachrichten, die du dir einst selbst hinterlassen hast, um dich daran zu erinnern, was du schon vor vielen Ewigkeiten bereits einmal erfahren, verstanden und gelernt hast. Wort, Wahr und Weisheiten, die du einst selbst erfunden und verfasst hast, vor langer, unendlich, ewig langer Zeit, in deinem Spiegelleben, zur Spiegelzeit. Versunken und verschollene Botschaften, die dich nun daran erinnern sollen, welche Aufgaben dich in deinem neuen Leben erwarten.

Du stellst gewisse Ansprüche und Erwartungen an dieses Leben … und diese Erwartungen und Ansprüche habe ich dir, in meinem Testament hinterlassen. Manche Passagen sind noch nicht vollendet, und andere existieren überhaupt nicht mehr, solltest du auf eine dieser Passagen treffen, dann füge sie einfach hinzu, ergänze was du zu lesen erwartest, dir erwünschst und erhoffst … und in deinem nächsten Leben … wirst du dann, auf wundersame Weise, all den Buchstaben wieder begegnen, nach denen du in diesem Leben, vergebens gesucht hast.

So werden deine Vorstellungen von diesem Spiegel, wenn nicht in diesem, dann wenigstens in deinem nächsten Leben erfüllt. Und wenn du diesen Spiegel dann öffnest, und in diesen Schriften zu blättern beginnst, begegnest du darin, all deinen Vorstellungen, Hoffnungen, Erwartungen und Wünschen, den Vorstellungen und Erwartungen aus deinen vergangenen, früheren Leben. Deine Ansprüche an diese Leben, werden mit jedem Schritt grösser und immer noch grösser, bis sie schliesslich alles überragen, was du dir nur vorstellen, erhoffen, und wünschen kannst. Aber hüte dich davor vollkommen unbefangen, und ohne Erwartungen in diesen Spiegel aus Buchstaben einzutauchen. Sonst erwartet dich am Ende, nur noch ein leeres Buch ohne Namen.

Vielleicht liest du diese Schriften jetzt mit anderen Augen, vielleicht blickst du jetzt in diesen Spiegel, mit deinen eigenen Augen.

Nachricht an dich selbst.

 

 

 


Über diesen Eintrag


  1. [...] An die Toten der Zukunft. [...]

  2. [...] An die Toten der Zukunft. [...]

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