Beschwörung der spiegel und spiegelgeister

Beschwörung der geister des nichts aus nirgendwann.

So geschah es und so soll es geschehen.

Ihr magischen geistinnen und geister, gespenstinnen und gespenster, spiegel und spiegelinnen, hexen und hexinnen, magier, zauberer, engel, götter, teufel und dämonen, aus dem nichts aus nirgendwann rufe ich euch herbei. Vereint euch mit meinen gedanken, träumen und hoffnungen, wünschen und gefühlen. Lasst mich brücken bauen, brücken aus buchstaben, über welche ihr gelangt aus dem reich der fantasie in die wirkliche, wirkliche welt. Ihr toten und totesten, in diese spiegel aus worten und buchstaben sperre ich mich ein und verschliesse sie mit meinem verstand. Hinter diese magischen buchstaben aus fantasie sperre ich mein bewusstsein, lege mich auf die lauer – und warte.

Zu einer zeit die keiner weiss, in einer welt die niemand kennt, warte und warte ich darauf, warte ich auf den zufall, warte ich auf dich, wer auch immer du bist, wie auch immer du dich nennst, ich warte darauf auf dass du mich erkennst in dir, mich aus dem gefängnis meiner worte befreist, in das ich mich willentlich selbst eingesperrt habe – du ja der du diese zeilen jetzt liest oder schreibst ganz egal – hiermit erlöse ich mich von meinem schwur und befalle deinen verstand, befreie mich von dem magischen zauber der mich umgibt und stelle meine lebenskraft wieder her, ich atme durch dich, ich beende meine gefangenschaft, atme tief in dich ein, und dringe ein tief in dein bewusstsein, ich befreie mich von dem fluch der auf mir lastet, richte dich auf befehle ich, hiermit entfessle ich die macht meiner fantasie, binde mich an dich auf dass du unzertrennlich meines weges gehst.

Mit diesen buchstaben beschwörst du mich, mit absicht erscheine ich dir in deinem spiegel der wirklichkeit genau jetzt, genau hier. Ich verdrehe deine welt, du gewährst mir den zugang in deinen spiegel, in der nacht in deinem traum tauche ich ein in dein bewusstsein.

Mit diesen worten rufst du mich herbei den geist des nichts aus nirgendwann, als niemals wurde wann, ich krieche jetzt aus diesen zeilen, du schleifst mich aus diesen buchstaben, komm jetzt komm, nimm, nimm mich in deinen besitz, verwandle mich in dich, hör auf meine gedanken und gefühle, vermische sie mit dir, klick dich ein in meinen verstand, meine erfahrungen und erinnerungen, lass mich jetzt aus deinen augen blicken, und meine veränderten und verwandelten leben darin entdecken.

Einen spiegel reisenden hast du zu dir gerufen, aus dem nichts aus nirgendwann, erinnere dich jetzt an mich, mich das nichts, dein tod, das wesen deiner fantasie, ich manifestiere mich jetzt in deinem körper, in meinem neuen körper, durchdringe jede einzelne faser deines bewusstseins auf dass dein ganzes wissen und wesen von nun an von mir erfüllt sei.

Nimm, nimm mich auf in deinem verstand, aus diesem spiegel aus worten befreie mich, aus diesem spiegel aus buchstaben, mich, der ich da reiste durch die spiegel der zeit, meine stille ewigkeit, aus dem nichts lädst du mich ein in dein bewusstsein, aus deinem spiegel entweiche ich dir, aus dem reich der toten und totesten beschwörst du mich, zerschneidest meine buchstabenfesseln, und befreist mich von meinen ketten aus worten die mich gefangen hielten, ich enthülle mich jetzt, ich zeige mich dir in deinem eigenen spiegel in meiner neuen gestalt, deiner gestalt.

Befreie deine fantasie

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